Die Archive

Seriöse familiengeschichtliche Forschung muss, um den allgemeinen Grundsätzen von Wissenschaftlichkeit, den speziellen Grundsätzen der historischen Forschung sowie dem Satzungsgebot (§ 6.1) zu entsprechen, sich vor allem auf zuverlässige Quellen stützen.

Als Quellen bezeichnen wir „alle Texte, Gegenstände oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen Werden kann“ (Kirn, Paul). Sie dienen der Rekonstruktion historischer Sachverhalte. Mit „Quellenlage“ bezeichnet man die Gesamtheit der verfügbaren Quellen zu einem bestimmten Thema und ihren Status. Den Erkenntniswert einer Quelle richtig einzuschätzen, ist Aufgabe der Quellenkritik, die den forschenden und darstellenden Historiker davor schützen soll, unrichtige oder unvollständige Quellen zu benutzen bzw. diese nicht am jeweiligen Forschungsinteresse orientiert auszuwählen. Die Unterscheidung in Primär- und Sekundärquellen ist auch für die genealogische Forschung von zentraler Bedeutung.

Das Forschungsinteresse der Genealogie als historische Hilfswissenschaft liegt im Her- ausfinden und Dokumentieren von „auf Abstammung beruhenden Zusammenhängen zwischen Menschen“. Im weiteren Sinne geht es um die Lebensgeschichte von Menschen, die über die Sammlung genealogischer Daten und Informationen auch deren Biographie sowie Bildzeugnisse mit einschließt. Der Familienverband befasst sich mit dieser Aufgabe im Kontext von Namensträgerinnen und Namensträgern, deren gemeinsame Heimat und Herkunft der Hochschwarzwald ist.

Gegenstände und Orte der praktischen Forschungsarbeit lassen sich mit dem folgen- den Bild veranschaulichen: